Weiterbildung FPH in Spitalpharmazie

Die Weiterbildung FPH in Spital-Pharmazie erfolgt berufsbegleitend und dauert mindestens 3 Jahre. Sie beinhaltet die Mitarbeit in verschiedenen Bereichen der Spitalpharmazie - Herstellung, Klinikbetreuung und pharmazeutische Analytik. Zusätzlich wird eine Diplomarbeit zu einem spitalpharmazeutisch relevanten Thema durchgeführt.

Die Spital-Pharmazie Basel ist als Weiterbildungsstätte durch die GSASA (Gesellschaft Schweizerischer Amts- und Spitalapotheker anerkannt.

Die praktische und theoretische Ausbildung erfolgt in den folgenden fünf Kompetenzkreisen, wobei die theoretische Ausbildung durch den DAS Spitalpharmazie der Advanced Studies abgedeckt wird:

Management-Kompetenzen

  1. Unternehmensführung
    Grundlagen und Strategie
  2. Führung und Gestaltung der Organisation Organisationslehre, Informations- und Wissensmanagement
  3. Personalmanagement 
    Personalführung, Human Ressources
  4. Marketing und Kommunikation
    Marketing- und Kommunikationsinstrumente
  5. Finanzmanagement
    Finanzen und Controlling
  6. Qualitätsmanagement
    Qualitätsmanagementsysteme
  7. System «Spital»
    Aufbau- und Ablauforganisation
  8. Gesundheitspolitik
    Gesundheitswesen, Spital- und Heimwesen in der Schweiz
  9. Recht und Ethik im Gesundheitswesen
    Gesetzliche und normative Rahmenbedingungen

Pharmazeutische Herstellung

  1. Qualitätssicherung
    GxP-Richtlinien
  2. Ressourcen in der Herstellung
    Personal, Räumlichkeiten und Ausrüstung
  3. Produktion
    Bedarfsgesteuerte Produktion / Rezeptur
    Verbrauchsgesteuerte Produktion / Defektur bzw. Serie
    Produktion im Lohnauftrag
  4. Qualitätskontrolle
    Kontrolle der Ausgangsstoffe, Verpackungsmaterialien und Endprodukte
    Umgebungskontrolle / Monitoring
    Qualitätskontrolle im Lohnauftrag

Heilmittelbewirtschaftung

  1. Gesetze und Richtlinien
    GDP und GSP Richtlinien
  2. Grundlagen der Logistik 
    Lagerbestand und Bestellmenge 
    Vertragswesen
  3. Logistiksysteme 
    Bewirtschaftungssystem und Stammdatenverwaltung
  4. Logistikprozess 
    Beschaffung 
    Lagerbewirtschaftung 
    Distribution und Abgabe 
    Stationslogistik und Medikationsprozesse
    Entsorgung von Heilmitteln und Chemikalien

Pharmazeutische Dienstleistung

  1. Patienten-orientierte Pharmazie
    Krankheitsbilder und deren Therapien (Pharmakodynamik) 
    Pharmakokinetik und patientenspezifische Daten
    Begleitung der Pharmakotherapie von Arzneimittelanamnese bis zum Austrittsrezept
  2. Klinik-orientierte Pharmazie 
    Stationsvisitation 
    Erhebung und Auswertung von Arzneimittelverbrauchsdaten
    Interdisziplinäre Zusammenarbeit 
    Klinische Studien
  3. Spital-orientierte Pharmazie 
    Arzneimittelselektion und Pharmakoökonomie
    Spezialgebiete (z.B. Spitalhygiene, klinischen Ernährung, Medizinprodukten etc.)
    Spezialsortimente (z.B. Betäubungsmittel, Antidota, Notfallarzneimittel, Katastrophenlager etc.)
  4. Arzneimittel-Information und Dokumentation
    Informationsquellen
    Allgemeine proaktive Arzneimittel-Information
    Anfragenspezifische Arzneimittel-Information
  5. Risk-Management 
    Medication Error (CIRS) 
    Pharmako-, Hämo-, Materio-Vigilanz
    Produktbeanstandung und Informations-Vigilanz

Persönliche Kompetenzen

  1. Selbst-Kompetenz
    Stress, Problembewältigung, Motivation
  2. Kommunikationskompetenz
  3. Methoden-Kompetenz
    Projektmanagement 
    Präsentations- und Moderationstechnik
    Sitzungsleitung, Berichterstattung, Protokollierung

Weitere Informationen zur Weiterbildung FPH in Spitalpharmazie» finden Sie im Weiterbildungsprogramm der GSASA oder dem FPH-Ausbildungsplan der Spital-Pharmazie Basel.

Zusätzlich liefert der Artikel der USB-Hauszeitung USB - Spitalpharmazie - anerkannte Weiterbildungsstätte einen Einblick in die Tätigkeiten der FPH Weiterbildung.

Diplomarbeiten zur Weiterbildung Spitalpharmazie FPH

Reinigungsvalidierung der Geräte zur Herstellung von Lösungen und Beurteilung des Gesamtprozesses
Ott 2017
Evaluation und Validierung von Reinigungsverfahren für Kapselbretter
Timmermann 2016
Sicherung der Qualität von kühlpflichtigen Arzneimitteln
E. Adams 2009
IT-unterstützte klinisch-pharmazeutische Betreuung
D. Bornand 2006
Entwicklung einer topischen lokalanästhesierenden Arzneiform
M. Endres 2006
Optimierung von Arzneimitteldispensarien
M. Jordan 2006
Pharmazeutische Betreuung von Stationen mit definiertem Arzneimittelsortiment direkt vor Ort
S. Lim 2008